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(Bernhard Heerdt)
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Sich selbst
und andere besser verstehen:
Was ist Psychographie? Der Begriff "Psychographie" wurde von G.W. Allport (1897-1967) in die Persönlichkeitspsychologie eingeführt und von D. Friedmann (*1937) im Sinne von "Landkarte der Persönlichkeit" erneut verwendet. Gegenstand der 'modernen' Psychographie ist die Unterscheidung verschiedener Persönlichkeitstypen und ihrer speziellen Lösungs- bzw. Entwicklungsrichtungen. Man geht davon aus, dass jeder Persönlichkeitstyp eine erkennbare Gewichtung innerhalb der als prägend angenommenen 'Lebensbereiche' (s.u.) zeigt. Aus dieser inneren, zunächst unbewussten Gewichtung ergeben sich weitreichende und wiederkehrende Verhaltensmuster im täglichen Leben. Als typbildend wird die Gewichtung folgender 'Lebensbereiche' angenommen (hier mit den eingezeichneten Pfeilen für die beobachtbare Entwicklungsrichtung):
Winkler: Landkarte der Psychographie Menschen, die den Lebensbereich "Zeit" bevorzugen, werden als "Sachtypen" (oder "Zeittypen") bezeichnet; bei Bevorzugung des Tätigkeitsbereiches spricht man vom "Handlungstyp" und bei Bevorzugung des Beziehungsbereiches vom "Beziehungstyp". Dies sind die drei psychographischen Grundtypen. Woran erkennt man die drei Grundtypen? In der Fachliteratur finden sich sehr umfangreiche Typbeschreibungen; hier sollen nur einige besonders eindeutige Erkennungsmerkmale aufgeführt werden: - bleiben lange beim 'Vielleicht' - können schwer "Nein" sagen - brauchen eine starke Motivation, um ihr Geld auszugeben - haushalten sehr gut mit ihrer Zeit - behandeln diese wie ein wertvolles Kapital - stapeln gerne Unterlagen; finden sich aber (mit etwas Zeit) darin relativ gut zurecht - sind besonders vorsichtig, rücksichts- bzw. verständnisvoll
- vorherrschende Grundhaltung eher 'Nein' als 'Ja' - privat harmonie- und ruhebedürftig - vermeiden den Gang zum Arzt trotz Schmerzen - bevorzugen hochwertige Kleidung und Schuhe - als Erwachsene trinkfest, unter Alkohol lustig und gelöst - zuverlässig, zielgerichtet - Arbeit ist Mittelpunkt des Lebens
- sagen oft (zu schnell) "Ja"; haben meist eine positive (unkritische) Einstellung; wirken häufig verspielt und selten ernst - sind vielseitig interessiert, dafür aber nur oberflächlich; wechseln die Interessen in rascher zeitlicher Folge - sind offen für Unbekanntes und Neues, mögen die Vielfalt - zeigen im Gesicht (mit ihrer Mimik), wie es ihnen geht - nehmen rasch Beziehung zu anderen auf, pflegen diese jedoch nur ausnahmsweise intensiv
Neben diesen sogenannten "Grundtypen" gibt es noch "Untertypen" - ausführliche Beschreibungen von Grund- und Untertypen finden Sie in der Literatur oder hier: Beziehungstyp Du-Bezogene Gegenwartsorientierte
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für alle
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