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das ist hier die Frage." (Shakespeare,
Hamlet)
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Sich selbst
und andere besser verstehen:
Typentests: Typenbild Sachtyp/Zeittyp Sachtypen bevorzugen den Lebensbereich "Zeit". Dafür vernachlässigen oder unterschätzen sie den Bereich "Tätigkeit". Anstatt mit "Zeit" ließe sich der sachtypische Bereich auch mit "zeitliche Existenz" oder "Erkenntnis des Daseins" bezeichnen. Sachtypen erleben sich also eher als 'Seinswesen' denn als tätige Menschen. Für sie ist die Zeit etwas besonders Reales, dagegen sind sie sich häufig nicht bewusst, was sie durch ihr Tun (oder Nicht-Tun) bewirken. Dies kann dazu führen, dass sie sich als 'Opfer' erleben und keine Möglichkeit sehen, auch 'Täter' zu sein. Wenn sie infolgedessen die Verantwortung für die aktiven Gestaltungsmöglichkeiten des Lebens abgeben, entgeht ihnen auch das Erleben des Erfolgs. Da Sachtypen mit der Zeit 'verheiratet' sind, sind sie wesentlich genauer, konzentrierter und mehr 'bei der Sache' als die ablenkbaren Beziehungstypen. Nicht zufällig finden sich in Berufen, bei denen Geduld und Ausdauer verlangt wird (wie bei der Erstellung von Computerprogrammen) überdurchschnittlich viele Sachtypen. Das Gleiche dürfte für die Mathematik, die Statistik oder für analytische Tätigkeiten gelten. "Auf die Schnelle kann ich dazu nichts sagen" oder "Da muss ich erst einmal genau nachforschen" sind für Sachtypen typische Antworten. Bevor sie Mühe (oder Geld) aufwenden und sich motivieren lassen, wägen sie die Erfolgsaussichten genau ab. Die meisten Sachtypen haben auch eine Tendenz zur Unentschiedenheit. Was oft eine Stärke ist, nämlich ihre Fähigkeit, den Dingen auf den Grund zu gehen und alle Aspekte eines Themas genau zu kennen, wird ihnen (und manchmal ihren Mitmenschen) ebenso häufig zur Last. Sie bleiben dadurch lange in der 'Vielleicht'-Haltung oder sie sagen zwar "Ja", tun gleichzeitig aber alles, um noch nicht die Konsequenzen ziehen zu müssen. Der Grund für solches Verhalten ist die Schwierigkeit, deutlich "Nein" sagen zu können. Sachtypen sind eben besonders vorsichtig und behutsam - was sie auch zu angenehmen 'Zeitgenossen' macht. Wenn sich Sachtypen für ein Thema interessieren und sie sich außerdem einen praktischen (oder finanziellen) Nutzen davon versprechen, lernen sie leicht und gründlich. Sie können sich hervorragend auf den Stoff konzentrieren und selbst Details speichern. Dafür tun sie sich bei praktischen Aufgaben etwas schwerer. Dieses Manko machen sie durch Ausdauer wett. Typisch für Sachtypen ist auch, dass sie mit Kritik nicht so gut umgehen können wie etwa Beziehungstypen. Sachtypen sollte man nur kritisieren oder korrigieren, wenn sie dies wünschen. Und selbst dann ist es besser, möglichst objektiv und sachlich zu bleiben und die Anstrengung und Mühe anzuerkennen, die sie sich gemacht haben; denn Anerkennung und Beachtung sind für Sachtypen so etwas wie ihr Lebenselixier. Erleben sie sich von ihrer Umgebung ignoriert oder missachtet, können sie mutlos und passiv werden. Besonders ihre Erfolge sollten Anerkennung finden; Sachtypen mögen es meist auch, wenn man sie körperlich wahrnimmt - z.B. einen festen Händedruck, eine Berührung am Arm/an der Schulter oder eine kurze, deutliche Umarmung bei gegebenem Anlass (je nach Kultur). Durch sportliche Aktivitäten erleben sich Sachtypen als lebendig - dann spüren sie ihren Körper, was für sie eine Steigerung ihrer Lebensqualität bewirkt. Im äußersten Fall können sie sich körperliche Zuwendung sogar durch Krankheiten 'erkaufen'. Dies tun sie natürlich nicht bewusst, es ist manchmal aber eine Möglichkeit, die notwendige Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch können sie ihre körperlichen Grundbedürfnisse über lange Zeit ignorieren. Da ihre Leidensfähigkeit sehr ausgeprägt ist, macht ihnen das weniger aus, als überhaupt nicht wahrgenommen zu werden. Manche Magersucht z.B. könnte mit diesem Wissen leichter zu verstehen sein. Mitleid hilft Sachtypen in der Regel nicht. Es nützt ihnen auch nicht, viel über ihre Probleme zu reden. Dagegen kann das Zutrauen in ihre eigene Lösungskompetenz oder die Frage nach ihren Zielen wahre Wunder bewirken. Nach Friedmann ist es entscheidend, dass man 'dahinter bleibt', d.h., sie ihre Fortschritte und Lösungen selbst in die Wege leiten lässt. Auch die Aufforderung, sich an frühere Erfolge und Kompetenzen zu erinnern, motiviert sie für die aktuellen Aufgaben. Weitere sachtypische Möglichkeiten, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sind rebellisches Verhalten, Verweigerung, Unordentlichkeit, Geheimniskrämerei oder ein sehr individuelles Äußeres. Wenn Sachtypen jedoch erkennen, dass man sie auch ohne diese Auffälligkeiten bemerkt und ihre Fähigkeiten anerkennt, werden sie vermutlich bald darauf verzichten. Man tut - etwa, wenn man es beruflich oder in der Familie mit Sachtypen zu tun hat - gut daran, deren Stärken und Können zu beachten und eher destruktive Aufmerksamkeitsbemühungen nach Möglichkeit zu ignorieren. Sachtypen erleben sich oft als verletzliche, zarte Wesen. Sie finden schwer einen festen Halt im Leben oder bei anderen Menschen. Daher ist verständlich, dass sie sich an jeden Strohhalm klammern. Sie halten lange an einer Beziehung oder am Arbeitsplatz fest, auch wenn sie darunter leiden; bevor sie sich verabschieden, machen sie sich schon vorsorglich auf die Suche nach geeignetem Ersatz. Hier kommt ihnen ihre Fähigkeit zum zweigleisigen Denken zu Hilfe. Was auf den ersten Blick nach Treue aussieht, könnte also durchaus auf einen Mangel an Alternativen zurückzuführen sein. Findet sich eine solche, kann der Wechsel relativ plötzlich stattfinden. Text aus: Winkler/Rudolph: Lösungsorientierte Menschenkenntnis - Psychographie für Einsteiger (2002). Mehr zum Sachtyp im Crashkurs. Typenbilder: Sachtyp/Zeittyp Handlungstyp Beziehungstyp
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