"Schließe den Mund, öffne die Augen."

(lateinische Weisheit, anscheinend exakt für "Macher" aufgeschrieben)

A bis Z

Kontakt

Startseite

 

    

Sich selbst und andere besser verstehen:
P  S  Y  C  H  O  G  R  A  P  H  I  E
------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Typenbilder der Untertypen: Macher

 

Was versteht man unter Macher?

Als Macher werden Menschen bezeichnet, die 'Machen' bevorzugen und dafür 'Fühlen' vernachlässigen. Machen steht dabei für 'Reize aussenden' (reden, singen, Musik machen), 'Fühlen' für 'Reize aufnehmen' (hören, sehen etc.).

 

Woran erkennt man (sich als) Macher?

- reden verhältnismäßig viel, auch beim Arbeiten

- hören sich häufig selbst beim Reden nicht zu

- pflegen die körperliche Aktivität selbstverständlich

- können ihrem Gefühl trauen, wenn sie darauf achten

- spüren Hunger, Durst, Schmerzen oder Kälte nur schwach

 

Tipps für den Umgang mit Machern:

Die Kommunikation mit Machern sollte möglichst handfest oder anschaulich gestaltet werden. Er mag praktische Anleitungen und will über seine Erfahrungen oder Pläne ausführlich reden. Wenn Sie ihm etwas mitteilen möchten, ist es erfolgversprechender, dies laut und anschaulich zu tun - leise Zwischentöne und zarte Andeutungen kommen bei ihm häufig nicht an.

 

Typische Macher-Probleme und -Lösungen

Macher vernachlässigen die Reizaufnahme und können dadurch innerlich leicht verarmen. Sie bleiben oft in gewohnten Mustern gefangen, weil sie sich neuen Eindrücken verschließen. Ihnen hilft daher das bewusste Aufnehmen von Neuem, sei es durch Lesen eines unbekannten Buches, das Betrachten eines Filmes oder den Besuch einer Vortragsveranstaltung. Nicht vernachlässigen sollten sie auch das 'Hören auf sich selbst', also auf das, was in ihnen selbst und in ihrem Körper vorgeht.

Tipps für den Umgang mit Macher-Kindern

- Ihr Kind braucht immer einen Vorrat an Materialien zum Basteln oder Handwerkern (z.B. Legosteine)

- zeigen Sie ihm frühzeitig, was alles in guten Büchern steckt

- bremsen Sie seinen Bewegungsdrang nicht

- wenn es viel redet, brauchen Sie nicht immer zu warten, bis es ausgeredet hat - zwingen es auch einmal zum Zuhören, indem Sie selbst reden

- schenken Sie ihm gute Hörkassetten, Bücher oder Filme

- erlauben Sie Ihrem Kind, Gefühle zu zeigen

- fragen Sie, ob ihm kalt ist, ob es müde oder hungrig ist

 

Beispiel für einen Macher:

Manuela war von Anfang an für ihre Lehrer keine einfache Schülerin. Es war ihr kaum beizubringen, dass man während der Stunde stillsitzen muss. Sie lief einfach im Klassenzimmer umher und redete mit ihren Freundinnen - manche Lehrkraft war am Ende ihrer pädagogischen Weisheit.

Sonderbarerweise gab es aber einen Kollegen, der eine ganz andere Manuela kennen lernte: wenn er mit deutlichen Worten und anhand mitgebrachter Beispiele über Tiere oder Pflanzen sprach, die Schüler selbst etwas in die Hand nehmen oder auf grobem Papier Drucke anfertigen ließ, hörte sie aufmerksam zu und gab sich alle Mühe, es gleich zu können. Ähnliches berichtete ihr Klavierlehrer - von Anfang an fiel es ihr leicht, ihre Handhaltung und die Stärke des Anschlags zu kontrollieren und auswendig nachzuspielen. Nur auf Konzerte ging sie nicht gern - außer zu Schulkonzerten, wenn sie selbst spielen durfte.

Zum Glück wohnt die Familie von Manuela nahe am Wald - dort trifft man sie regelmäßig mit den Kindern aus der Nachbarschaft: Sie rennt dann mit dem Hund um die Wette, bekommt kaum genug vom Klettern oder hilft ihrem Großvater, das gespaltene Holz auf den Wagen zu laden. Manchmal klagt er seiner Tochter, die Kleine würde nicht auf ihn hören oder so tun, als verstünde sie ihn nicht. Manuela aber behauptet dann steif und fest, ihn wirklich nicht gehört zu haben. Ihre Mutter lächelt nur, weiß sie doch, dass man ihr wichtige Dinge direkt und laut ins Gesicht sagen muss, fast wie einen Befehl - auf diese Weise lässt sich manchmal sogar einer ihrer 'Wutanfälle' stoppen.

 

Text aus: Winkler/Rudolph: Lösungsorientierte Menschenkenntnis - Psychographie für Einsteiger (2002).

 

Typenbilder der Grundtypen: Sachtyp/Zeittyp Handlungstyp Beziehungstyp

Typenbilder der Untertypen*:
Im Zeitbereich:
Vergangenheitsorientierte, Zukunftsorientierte, Gegenwartsorientierte
Im Tätigkeitsbereich:
Macher, Fühler, Denker
Im Beziehungsbereich:
Du-Bezogene, Ich-Bezogene, Wir-Bezogene

 * Die Untertypen-Ausprägungen kommen bei allen drei Grundtypen vor - wenn jedoch die Farben von Grundtyp und Untertyp übereinstimmen, verdeutlicht das die Ausprägung des Grundtyps (also z.B. ein vergangenheitsorientierter, Ich-bezogener Sachtyp, der zusätzlich Denker ist wäre die extremste Form des Sachtyps etc.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Copyright für alle
Seiten/Texte: Werner Winkler,
Fellbach, 2002-2006