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(Paracelsus)
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Sich selbst
und andere besser verstehen:
Typenbilder der Untertypen: Ich-Bezogene
Was versteht man unter Ich-Bezogenen? Unter Ich-Bezogenen versteht man Menschen, welche die Beziehung zu sich selbst bevorzugt wahrnehmen und dafür Beziehungen zum 'Wir' (z.B. zu Gruppen) vernachlässigen.
Woran erkennt man (sich als) einen Ich-Bezogenen? - redet/schreibt bevorzugt in der Ich-Form, auch wenn dabei über zwei Akteure oder eine Gruppe berichtet wird - zeigt Ich-Stärke oder Selbstbewusstsein; lässt sich aber in Gruppen leicht verunsichern - kann sich nur schwer in eine Gruppe einfügen; ignoriert öfters die Wir-Bezüge anderer - hält besonders stark an einmal gefundenen Wir-Bezügen fest und fühlt sich darin wohl
Tipp für den Umgang mit Ich-Bezogenen Ich-Bezogene scheinen sich auf den ersten Blick nur um sich selbst zu drehen. Es lohnt sich aber, auch auf das (ihnen besonders wertvolle) 'Wir' der Ich-Bezogenen zu achten und es nicht zu übersehen (die Firma, die Familie, der Verein etc.).
Typische Probleme und Lösungen der Ich-Bezogenen: Nicht nur der Mangel an Wir-Bezügen zählt zu den typischen Problemen der Ich-Bezogenen; ihr Ich-Bezug ist meist nicht so stabil, wie es den Anschein hat. Dazu kommt, dass in eng aufeinander lebenden Gesellschaften ein starkes Ich oft mit Egoismus gleichgesetzt und abgelehnt wird. Für Ich-Bezogene ist es nützlich, immer wieder die eigenen Wir-Bezüge zu pflegen bzw. zu aktivieren und sich nicht ins gewohnte 'Schneckenhaus' zurückzuziehen. Auch wenn für das Ich unter Umständen nicht der gewohnte Raum bleibt, lohnt sich doch die Rücksichtnahme und das zeitweise Einfügen in einen selbst gewählten (oder als angenehm erlebten) Wir-Bezug. Auch mit dem Partner oder engen Freunden kann dieses 'Wir-Gefühl' wahrgenommen und zugelassen werden.
Tipps für den Umgang mit ich-bezogenen Kindern: - akzeptieren Sie den häufigen Rückzug des Kindes auf sich selbst (auch aus der Gruppe, Familie, Schulklasse) - ermöglichen Sie ihm aber ausreichenden Kontakt und eine positive Bezugnahme auf seine Familie, seinen Freundeskreis oder die Klasse - blockieren Sie keine Gelegenheiten, in denen es seinen eigenen Wir-Bezügen (z.B. Cliquen, gemeinsam gepflegten Hobbys etc.) nachgeht - geben Sie ihm gezielt Kontra (indem Sie Ihr eigenes Ich ins Spiel bringen), wenn es die Ich-Bezogenheit übertreibt - sagen Sie bewusst "wir", wenn Sie etwas gemeinsam mit ihm unternehmen oder erleben
Beispiel für einen Ich-Bezogenen: Ingo hat gar keine Schwierigkeiten damit, dass er vom Kursleiter als ein typisches Beispiel für einen Ich-Bezogenen vorgestellt wird. Er ist sich über sein starkes Selbstbewusstseins durchaus im Klaren und hat keinerlei schlechtes Gewissen, zuerst an sich zu denken. Dass es Menschen gibt, die zuerst an ihr Gegenüber (oder an mehrere davon) bzw. meist an die ganze Gruppe denken, bleibt ihm ein Rätsel. Bis er etwas von der Psychographie hörte, hielt er solche Indi-viduen für merkwürdig und unverständlich. Auch seine Freundin nervte ihn ständig mit ihrem "ich weiß nicht", wenn er sie z.B. fragte, was sie wolle oder was ihre eigene Meinung sei. Dass sie so sehr auf ihn einging, hatte ihm am Anfang imponiert - schien doch endlich je-mand gemerkt zu haben, was für ein toller Hecht er war. Das mit dem Ich-Bezug als seine Bevorzugung und dem 'Wir' als Ressource wollte zuerst nicht so recht in seinen Kopf - er fühlte sich von den Gedanken anderer in eine Richtung gezwungen und wehrte sich dagegen. Aber er ertappte sich dabei, dass er sich in seinem Golfclub regelmäßig wohlfühlte - auch wenn er selbst überhaupt nicht im Mittelpunkt stand. Dann entdeckte er dieses Wir-Gefühl auch, wenn er länger mit seiner Freundin zusammen war. Tatsächlich war es das, was ihm an ihrer Beziehung so gut gefiel - er konnte sein Ich loslassen und in der vertrauten Gemeinsamkeit aufgehen. Diesen Zustand hatte er von Anfang an genossen - er löste in ihm aber auch etwas Angst aus.
Text aus: Winkler/Rudolph: Lösungsorientierte Menschenkenntnis - Psychographie für Einsteiger (2002).
Typenbilder der Grundtypen: Sachtyp/Zeittyp Handlungstyp Beziehungstyp Typenbilder
der Untertypen*: * Die Untertypen-Ausprägungen kommen bei allen drei Grundtypen vor - wenn jedoch die Farben von Grundtyp und Untertyp übereinstimmen, verdeutlicht das die Ausprägung des Grundtyps (also z.B. ein vergangenheitsorientierter, Ich-bezogener Sachtyp, der zusätzlich Denker ist wäre die extremste Form des Sachtyps etc.)
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