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Sich selbst
und andere besser verstehen:
Typmerkmale bei Hunden Entwurf (24.05.2006) Petra Schmalzl, Waiblingen, hundepsychographie@t-online.de
Die Grundtypen - Beziehungstyphund - gierig bei der Futteraufnahme, oder bei neuen Spielzeugen, will etwas unbedingt haben und zwar schnell, verliert dann aber auch wieder genauso schnell das Interesse - wenig Zeit, da immer gerade etwas Interessanteres abläuft - freundliches offenes Wesen - nimmt selbstständig Kontakt zu Hunden und Menschen auf - oberflächlich, zum Beispiel beim Arbeiten (Fährten, Genauigkeit bei Übungen) - kuschelig, möchte gerne körperlichen Kontakt um die Beziehung zu Mensch und Tier zu vertiefen (Putzen von Händen, Ohren, schlecken des Gesichts beim Aufwachen) - ablenkbar - lässt sich gerne streicheln, aber nur, bis ihm etwas Neues einfällt oder er etwas Neues sieht - wechselt problemloser seinen Besitzer als die anderen Typen, wenn er den neuen Menschen mag - lernt über Spiel - verhält sich freundlich oder neutral zu vielen Tierarten (Vögel, Nager, Katzen) - wehrt sich in Kämpfen, fängt aber selten selbst eine Rauferei an - neugierig, ist an allem interessiert, was sich in seiner Umgebung abspielt - springt in fremde Autos und geht in fremde Wohnungen - bis ins hohe Alter verspielt - macht auch im Alter einen jugendlichen Eindruck - vertrauensselig - dramatisiert alltägliche Situationen durch Überreaktionen
Sachtyphund - eher ein passives Tier, das gerne schläft und sich nur bewegt, wenn der Anreiz dafür groß genug ist. - Essen hat eine hohe Bedeutung: Der ST-Hund frisst gerne und viel, wenn er frisst, dann langsam und bedächtig, kaut gut, genießt - ist ein sehr dankbares Tier - übernimmt gerne die Vaterrolle, z.B. auch bei Welpen, die nicht von ihm sind. Er geht sehr liebevoll mit den Kleinen um und passt auf sie auf, spielt mit ihnen. - sammelt alle möglichen Gegenstände an seinem Platz, in seinem Körbchen - will beachtet werden, stößt einen an, wenn er gestreichelt werden möchte, kann sehr penetrant sein, bringt ständig seine Spielsachen um zu spielen, wenn Besuch da ist, oder auch dem Herrchen - lässt sich gerne sehr lang und ausgiebig kraulen und streicheln, mag es auch geklopft zu werden - etwas tollpatschig und schwerfällig im Bewegungsablauf, nicht so leichtfüßig - kann sich sehr lange mit einem Thema beschäftigen (beim Graben, beim Stock werfen, beim Knochen kauen) - tut sich schwer tut in neuen Umgebungen und wenn er neue Besitzer bekommt (nach Züchter z.B.), da er eher zurückhaltend ist, manchmal ängstlich - hat kein Problem mit Matsch, Pfützen - langsam in der Reaktion, wenn Unerwartetes kommt - arbeitet nicht gerne, außer die Motivation ist stark genug - ängstliche Grundhaltung, ist oft zwischen den Beinen des Besitzers - wird evt. früher geschlechtsreif, leidet sehr, wenn läufige Hündinnen in der Nachbarschaft sind (nicht fressen, nicht schlafen, ausbrechen), - lernt über Motivation - geht in Kampfsituationen, in denen er sich unterlegen fühlt, schnell zurück - ist stark wenn er an der Leine ist - eifersüchtig - braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Ansprache - sucht von sich aus viel körperlichen Kontakt - stöhnt, gibt Urlaute von sich - kann schlecht mit Schimpfe/ Kritik umgehen - versucht an den Beinen seiner Besitzer oder Besuch zu rammeln - kann auch aggressiv reagieren, wenn er lange genervt wird - hat einen guten Orientierungssinn - beim Arbeiten langsame Grundgeschwindigkeit, deshalb geeignet zum Fährten und für Aufgaben, die Konzentration erfordern, Lawinenhunde etc. - ist ein eher ruhiger Hund - ist vorsichtig
Handlungstyphund - eher aggressive, auf Kampf ausgerichtete Grundhaltung - übernimmt oft die Führungsrolle in der Familie (bester Sitz im Auto und auf der Couch) versucht zu dominieren, und unterdrückt Schwächere - wachsam - ernsthaft - bei Fremden distanziert - lässt sich nicht gerne oder gar nicht von Fremden streicheln - vor dem Arbeiten durch Druck oder Scheinkämpfe aufstacheln - lernen über Druck und durch Wiederholungen. Kann das Gelernte dann sehr zuverlässig und pflichtbewusst umsetzten, arbeitet gerne - rauft gerne - mag keine fremden Kinder - mag keine fremden Tiere - ist öfter mal schlecht gelaunt - liebt sein Herrchen oder seine Familie abgöttisch - meidet Pfützen und Matsch - mag ein sauberes Lager - kontrolliert die Räume - misstrauisch - bewegt sich gerne und meist geschickt - kann gut nachahmen oder Erlerntes umsetzen - ist sehr ernsthaft, weniger verspielt - kann mit gewohnten Situationen gut umgehen, hat Probleme mit Neuem - kann rein prophylaktisch beißen oder durch Fletschen oder Knurren warnen - mag es nicht im Schlaf gestört zu werden - ist lärmempfindlich (auch Spielsachen, die Lärm machen)
Die Untertypen
Fühler - spürt, wenn man weggehen möchte - wählerischer Fresser, frisst nur was ihm schmeckt, evt. öfters Futterwechsel von Nöten - hat die Ohren auch im Schlaf gespitzt - reagiert auf Tiere im TV (weil er sie sieht oder hört) - kann sich sehr aufregen wenn es klingelt - merkt wenn jemand Angst hat
Denker - bellt wenig - braucht einige Wiederholungen bis Gelerntes umgesetzt wird - scheint Situationen erst abzuschätzen, bevor er reagiert - lernt eher in Teilschritten als im Gesamtablauf - kann gut suchen (fährten) - eher bedachte Bewegungen
Macher - braucht viel Bewegung und bewegt sich schnell und gerne - macht immer irgendwas, wenn er wach ist(bellen, winseln, schlecken, kauen, schnüffeln, suchen, bewegen, spielen) - wird dann auf einmal müde und schläft - führt Übungen eher schlampig aus - hat immer etwas zu tun wenn er wach ist - frisst schnell, verschluckt sich dadurch evt. - ist eher stürmisch - wedeln fast immer mit dem Schwanz
Du - ist auf speziell eine Person bezogen - ist leicht überfordert wenn viele Menschen und Tiere um ihn herum sind - hat lieber einen Spielpartner
Ich - ist oft freiwillig alleine, auch wenn er die Möglichkeit hat Gesellschaft zu haben - ist ein Einzelgänger, zieht gerne alleine um die Häuser - ist nicht auf andere angewiesen
Wir - bewegt sich sicher und wie selbstverständlich in großen Gruppen von Menschen oder Tieren - kontrolliert beim Spazieren öfter mal, ob noch alle da sind (z.B. durch Einkreisen Aller)
Gegenwart - scheint Gelerntes schnell wieder zu vergessen und nur nach vielen Wieherholungen zu behalten - ist nicht nachtragend - vergisst oftmals Handlungen weiterzuführen, weil er unterbrochen wurde
Vergangenheit - ist nachtragend - erkennt Menschen und Orte, auch nachdem er sie lang nicht gesehen hat, leicht wieder - kann sich Gelerntes gut merken, wenn es Zeit hatte sich zu setzen
Zukunft - weiß z.B. wann es Futter gibt, wann Gassizeiten sind und erwartet diese aktiv - ahnt Dinge voraus - kann in Erwartung von Situationen, die er kennt, ungeduldig werden
© alle Rechte bei Petra Schmalzl, Waiblingen, Mai 2006 |
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