"Tausend Fliegen hatt' ich am Abend erschlagen, Doch weckte mich eine beim frühesten Tagen."

(Goethe)

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Häufig gestellte Fragen zur Psychographie

 

1. Werden mit einer Typologie die Menschen nicht in Schubladen gesteckt?

Die Gefahr besteht tatsächlich, jedoch sammelt die Psychographie vor allem Informationen in Schubladen - z.B. typische Probleme, Lösungen oder Verhaltensweisen. Menschen sind meist zu groß oder zu sperrig, um sich in so kleine Schubladen stecken zu lassen.

 

2. Hängen die psychographischen Typen irgendwie mit den Sternzeichentypen zusammen?

Es könnte durchaus sein, dass vor sehr langer Zeit schon einmal die hier beschriebenen 12 Typunterscheidungen "entdeckt" wurden - vielleicht ging dann das Wissen um deren genaue Benennung und Erkennung verloren und jemand kam auf die Idee, sie einfach den 12 Monaten mit ihren Sternbildern zuzuordnen. Ähnlichkeiten zwischen den psychographischen Typbeschreibungen und Texten zu den astrologischen Typen dürften jedoch eher zufällig sein oder ihren Ursprung im Typ des Autors dieser Texte haben.

 

3. Ab welchem Alter kann der Typ erkannt werden?

Mütter mit mehreren Kindern berichten, dass sich unterschiedliche Typen bereits vor der Geburt "typisch" verhalten. Wer regelmäßig mit Babys zu tun hat, wird sicher bald erste Anzeichen von Typunterschieden entdecken, die man beim nur flüchtigen Betrachten kaum wahrnimmt. Spätestens wenn Kinder anfangen zu sprechen, mehren sich die Hinweise auf deren Typ - so hat z.B. ein Handlungstypkind als sein erstes Wort ein deutliches Nein gewählt.

 

4. Welcher Typ passt am besten zum wem, wenn es um die Partnerwahl geht?

Ein seit längerem laufendes Forschungsprojekt des Instituts für fachwissenschaftliche Psychographie lässt vermuten, dass bestimmte Kombinationen eher häufig (z.B. Sachtyp-Mann und Handlungstyp-Frau) andere (z.B. Sachtyp-Mann und Sachtyp-Frau) eher selten sind. Die jeweils aktuellen Zahlen zu dieser Forschung finden Sie auf den Internetseiten des Instituts (psychographie-institut.de).

Neben dem Grundtyp spielen jedoch auch die Untertypen der Partner sowie selbstverständlich viele andere Kriterien eine Rolle. Die Beobachtung zeigt, dass im Einzelfall offenbar alle Typen miteinander auskommen können.

 

5. Sucht man sich den Partner nach den eigenen Eltern aus?

Die Typen der eigenen Eltern bzw. der frühen Bezugspersonen prägen automatisch einen ersten Eindruck davon, wie Väter oder Mütter oder Männer und Frauen sich verhalten. Da jedoch sehr bald auch Kontakt zu anderen Typen als denen der Eltern entsteht, dürfte sich dieses Muster nicht zu sehr verfestigen. Trotzdem scheinen wir häufig zu einem bestimmten Typ Partner zu tendieren, was für besonders gute oder schlechte Erfahrungen mit den ersten Bezugspersonen (oder Partnern) sprechen könnte.

 

6. Wie ist die Verteilung der Typen in der Bevölkerung?

Die genaue Beantwortung dieser Frage ist naturgemäß schwierig, aus den langjährigen Beobachtungen von Dietmar Friedmann und seinen Schülern lässt sich jedoch schließen, dass es eine gleichmäßige Verteilung zumindest bei den Grundtypen gibt. Bei den Untertypen könnte es durchaus mehr Du- als Wir-Bezogene geben.

 

7. Kann man seinen Typ im Laufe des Lebens ändern?

Hinsichtlich der Grundtypen scheint es weitgehend sicher, dass man sein Leben lang die gleichen Bevorzugungen zeigt, auch wenn es durch Übung und Reife zu einem Ausgleich kommen kann. Für die Untertypen gehen die Meinungen der Psychographen eher auseinander, der Autor selbst vermutet auch hier eine konstante Gewichtung.

 

8. Welchen Zusammenhang gibt es mit den homöopathischen Konstitutionstypen oder den Bachblütentypen?

Obwohl Samuel Hahnemann offenbar nicht an Typen gedacht hatte, entdeckten seine Nachfolger bald, dass sich die Beobachtungsmerkmale zur Mittelauswahl gruppieren und in griffigen Bildern fassen ließen. Friedmann ließ sich davon schon 1996 zu einer ersten Vergleichstabelle anregen - und durch die exakte Beschreibung der Untertypen gibt es tatsächlich verblüffende Ähnlichkeiten zwischen beiden Modellen, z.B. entspricht Pulsatilla weitgehend dem du-bezogenen Beziehungstyp oder Sepia dem Denker-Handlungstyp.

Auch in der Bachblütenliteratur lassen sich solche Vergleichspunkte finden. Einschränkend sei jedoch angemerkt, dass bei diesen Sammlungen vor allem kranke Menschen als Merkmalsgeber Berücksichtigung fanden, so dass die Typbeschreibungen dort häufig einseitig oder gar recht unfreundlich ausfallen (z.B. in den Beschreibungen der Homöopathen Gawlik, Coulter oder Vermeulen).

 

9. Haben die Enneagrammtypen die psychographische Typenbeschreibung beeinflusst?

Friedmann kannte nach eigener Aussage die Enneagrammtypen nicht, als er seine eigenen Typenbilder formulierte. Jedoch interessierte er sich später dafür und verwendete die neun Namen sogar für eine eigene Untertypenunterscheidung. Problematisch ist dort aber z.B. die fehlende Urtextquelle und die zum Teil deutlichen Verschiedenheiten in der Typbeschreibung verschiedener Autoren.

Aus psychographischer Sicht sind jedoch die hier vorgestellten 81 Untertypen exakter und ermöglichen eine genauere Beschreibung und Unterscheidung der Einzelpersönlichkeiten, als wenn nur neun Typen unterschieden werden.

 

Wenn Sie selbst eine Frage stellen möchten, können Sie dies z.B. im Forum der Psychographen unter der Rubrik "Fragen und Antworten" tun: www.psychographen.de/forum/index.php

 

 

 

 

 

 

 

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