|
(Rene
Descartes)
|
Sich selbst
und andere besser verstehen:
Typenbilder der Untertypen: Denker
Was versteht man unter Denker? Als Denker werden Menschen bezeichnet, die 'Denken' bevorzugen und dafür 'Machen' vernachlässigen. Denken steht für 'Reize verarbeiten' (abwägen, verdauen, vergleichen), Machen für 'Reize aussenden' (reden, schreiben, singen, handwerkliche Aktivitäten, Musik machen etc.).
Woran erkennt man (sich als) Denker? - verarbeiten Reize eindringlich - können schwer in Worte fassen, was sie denken - geraten leicht in Gedankenkreise, die sie kaum stoppen können; (darüber) reden bzw. aufschreiben hilft ihnen - sind beim Machen anfangs etwas unbeholfen, werden bei häufigem Wiederholen aber zunehmend perfekter
Tipps für den Umgang mit Denkern: Wenn Sie erfahren wollen, was im Denker vorgeht, sollten Sie ihn zum Aussprechen seiner Gedanken auffordern und ihn dann möglichst selten unterbrechen. Vermeiden Sie es, ihn nur auf der Gefühlsebene anzusprechen - Sie riskieren so, dass er (von außen gesehen) eher kühl oder reserviert reagiert. Er wird Reize eindringlicher verarbeiten als andere und vermeidet es nach Möglichkeit, zu viele davon auf einmal aufzunehmen.
Typische Denker-Probleme und -Lösungen Denker neigen dazu, alles über den Kopf zu erledigen. Sie vergessen daher manchmal, dass sich über das Machen (Reden, Aufschreiben, praktische Versuche) viele Dinge einfacher lösen lassen. Wenn sie von zu vielen Gedanken geplagt werden, kann es ihnen helfen, diese z.B. auf später zu verschieben, sie aufzuschreiben und/oder mit anderen zu teilen.
Tipps für den Umgang mit Denker-Kindern - hören Sie Ihrem Kind intensiv und ausdauernd zu, wenn es seine Gedanken ausbreitet - ermutigen Sie es, diese aufzuschreiben (auch in Form vonTagebüchern, Briefen etc.) - geben Sie Ihrem Kind im Gespräch immer wieder Gelegenheit zu antworten; lassen Sie ihm Zeit, die richtigen Worte zu finden oder einen Satz zweimal zu sagen - wenn Ihr Denker-Kind unter Träumen oder Eindrücken des Tages leidet, fordern Sie es auf, darüber zu reden, sie aufzuschreiben/zu malen - haben Sie Geduld, wenn es praktische Dinge nicht sofort perfekt kann; lassen Sie es heikle Sachen zuvor ausprobieren
Beispiel für einen Denker: Dennis ist 19, seine Hobbys sind Schachspielen, Philosophie und sein Computer. Zurzeit macht er noch seinen Zivildienst im Büro einer ökumenischen Sozialstation, er ist jedoch bereits für ein Philosophiestudium in Heidelberg eingeschrieben. Schon als Kind wurde Dennis manchmal für seine wortkarge und stille Art von seinen lebendigen und lauten Geschwistern gehänselt. "Einstein" nannten sie ihn, ohne zu wissen, was dieser Name bedeuten sollte - er hatte diesen Spitznamen vom Vater bekommen, als er im Alter von vier Jahren mit der Erzieherin über ein Bilderbuch diskutierte. Er fand es langweilig - wie die meisten Bücher, die für sein Alter vorgesehen waren. Die Bücher der älteren Geschwister oder der Eltern lagen ihm mehr. Auch in der Bücherei wurde er regelmäßig beim intensiven Studium von Fachliteratur (meist über Computer oder Philosophie) gesehen. Da es nicht einfach war, ihm etwas zu entlocken, ließ man ihn in seiner Welt - die Noten waren stets über dem Durchschnitt, so dass kein Anlass zur Sorge war. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern war er jedoch recht ungeschickt, wenn es etwa darum ging, ein Modellflugzeug zusammenzubauen. Noch heute kann er über dem einfachsten Brief längere Zeit brüten. Macht er jedoch etwas zum zweiten oder gar zum dritten Mal, ist er fast perfekt und es scheint ihm mühelos zu gelingen. Auch fertigt er sich, wo immer möglich, vorher Skizzen oder Entwürfe, bevor er ans Werk geht. Probleme löst er ähnlich: er schreibt sich alles auf, bevor er etwas macht, oder er diskutiert die Sache ausführlich.
Text aus: Winkler/Rudolph: Lösungsorientierte Menschenkenntnis - Psychographie für Einsteiger (2002).
Typenbilder der Grundtypen: Sachtyp/Zeittyp Handlungstyp Beziehungstyp Typenbilder
der Untertypen*: * Die Untertypen-Ausprägungen kommen bei allen drei Grundtypen vor - wenn jedoch die Farben von Grundtyp und Untertyp übereinstimmen, verdeutlicht das die Ausprägung des Grundtyps (also z.B. ein vergangenheitsorientierter, Ich-bezogener Sachtyp, der zusätzlich Denker ist wäre die extremste Form des Sachtyps etc.)
|
|
Copyright
für alle
|