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Sich selbst
und andere besser verstehen:
Inhaltsverzeichnis dieser Seite (zum Anklicken) Typmerkmale
Fühler
Typmerkmale Fühler (die Items des Untertypentests auf www.psychographen.de/typentest) kann sehr genau zuhören oder wahrnehmen, was geschieht liest gerne, hört viel Musik oder sieht lange fern leidet häufig unter schwer zu verarbeitenden Wahrnehmungen, z.B. beim (Mit-)Leiden (auch mit Tieren, der Umwelt oder dem eigenen Körper) verarbeitet große Mengen an Reizen schwer (z.B. bei einem langen Film, drei aufeinander folgenden Vorträgen); hilfreich ist dann das "darüber schlafen" wechselt häufig zu rasch von "wahrnehmen" zu "machen" (z.B. etwas hören und gleich etwas dazu sagen) und überspringt dabei das Nachdenken und Überlegen hat einen Hang zu allem, was die Sinne anspricht (Musik, Bilder, Düfte etc.) und erinnert sich dadurch rasch an Eindrücke, die damit gespeichert sind neigt dazu, innere Wahrnehmungen zu zeigen (z.B. weinen oder lachen) verwendet häufig Formulierungen, in denen die Begriffe "fühlen", "wahrnehmen" oder "spüren" vorkommen, z.B. "das fühlt sich für mich gut an", "nimmst du das nicht wahr?" oder "ich spüre hier ..."
Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung für Fühler erlauben Sie sich, selbst nachzudenken und Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, Wahrgenommenes intensiv zu verarbeiten/zu sortieren versuchen Sie, sich vom vielen Lesen, Musik hören oder Essen abzulenken (falls das ein Problem für Sie ist) sehen Sie sich nach, dass Sie viel Schlaf und Ruhe brauchen, um Wahrgenommenes zu verarbeiten geben Sie sich Gelegenheit, Ihre Reizaufnahme zeitweise so weit es geht einzuschränken; schaffen Sie sich eine reizarme Rückzugsmöglichkeit sollte etwas, das Sie machen, nicht wie gewohnt funktionieren, bedenken Sie es lieber noch einmal ausführlich ("Kontrolleur")
Fühler-Wörter (aus dem www.psychographium.de/woerter.htm) Fühlen (hören, riechen, sehen), empfinden, Reize aufnehmen, erbeben, schwingen, hinspüren, hinhorchen, in-mich-hineinspüren, wahrnehmen, aufnehmen, einsaugen, ranschnuppern, hinfühlen, rezeptiv, empfänglich, beeinflussbar
Fühler-Metaphertier (aus dem www.psychographium.de/tiere.htm) Reh
Fühler-Sprichwörter (aus dem www.psychographium.de/sprichwoerter.htm) Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken riechen. (Novalis) Der Herbstwind bläst - wir können einander sehen, du und ich. (Haiku von Shiki) Der Maler vermag mit dem Pinsel und der Farbe etwas zu schaffen, was dem Auge so wohltut wie die Musik dem Ohr. (Leonardo da Vinci) Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun. (Sprichwort) Die Natur hat zehntausend Farben, und wir haben uns in den Kopf gesetzt, die Skala auf zwanzig zu reduzieren. (Hermann Hesse) Farben sind das Lächeln der Natur. (Hunt) Hören ist schöner als alles, was es gibt. (Ptahhotep, Pharao um 2650 v. Chr.) Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler. (August Macke) Lass die Grammatik den Leuten - ich studier' den Geliebten, und eine einzige Letter les' ich und les' immer wieder! (Qadi Qadan, islam. Mystiker) Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry) Ohne die Musik wäre ich verrückt geworden. (Matilde Capuis)
Fühler-Zeitschriften (aus dem www.psychographium.de/zeitschriften.htm) Cinema, Foto-Magazine, GEO, view (vom "Stern", die Bilder des Monats)
Fühler-Musiktexte (aus dem www.psychographium.de/musiktexte.htm) Liteheaded (Churchyard) Waiting for
you I am in the mood for love Touch my
breast and feel the rhythm in my heart Everything I
feel is like a warm embrace Hear your
footsteps there's a smile upon my face
Fühler-Gedicht (Beispiel aus dem www.psychographium.de/gedichte.htm) (...) (Vicente Aleixandre, Leben, in: Spanische Lyrik des 20. Jahrhunderts, reclam)
Fühler-Berufe (aus dem www.psychographium.de/berufe.htm) Atemtherapeutin, Drogistin, Filmemacher, Florist, Fotograf, Friseur, Grenzschutz, Hörgeräteakkustiker, Inneneinrichter, Instrumentenbauer, Kameramann, Klavierstimmer, Koch, Kosmetikerin, Kunstmaler, Orthopäde, Pyrotechniker, Tänzer, Textilkauffrau, Weinverkäufer, Winzer
Fühler-Spiele (aus dem www.psychographium.de/spiele.htm) Memory
Beispiele für Kontaktanzeigen von Fühlern (aus dem www.psychographium.de/kontaktanzeigen.htm) "Netter Porsche Cabrio Fahrer (40) sucht fetziges, cooles Traumgirl zum Kuscheln, Schmusen, Cabrio fahren, Essen gehen, Verwöhnen." "Sympathischer Er, 40 J., 1,86, NR, sucht eine nette, hübsche Sie mit der ich im Leben lachen und glücklich sein kann. Habe Herz und Gefühl und interessiere mich für Sport, Kultur und Reisen. Freue mich auf Deine Antwort." Ich bin 49 J., und habe eine christliche Einstellung. Außerdem liebe und spiele ich Musik, gehe in Konzerte, Theater und andere kulturelle Veranstaltungen, Wandern und Reisen zählen ebenfalls zu meinen Interessen. Ich bin sehr naturverbunden. Ich suche eine gute Frau für einen gemeinsamen Lebensweg
Tipps für den Umgang mit Fühler-Kindern Unterstützung können Sie Ihrem Kind also überall dort zukommen lassen, wo es diese vernachlässigte Seite, das Überdenken, Verarbeiten und die Einschränkung seines Reizkonsums von sich aus wichtig nimmt. Kaufen Sie ihm nicht noch mehr Hörkassetten oder Bücher, wenn seine Regale schon voll davon sind, sondern nehmen Sie es stattdessen mit auf einen Ausflug in eine eher reizarme Gegend (etwa in die Berge oder zum Rudern auf einen See) oder ermuntern Sie es zu einer Sportart, bei der genug Zeit zum Nachdenken bleibt und es Ruhe vor äußeren Eindrücken hat (etwa Laufen, Radfahren oder Minigolf). Überall, wo es abschalten und seinen Gedanken nachhängen kann, gewinnt der "Verarbeitungsmuskel" an Kraft und gleicht so seine Überbetonung etwas aus. (Text aus "Warum sind Kinder so verschieden", VAK-Verlag 2006)
Franzi war ein stilles, aber sehr aufmerksames Kind - wenn sie Musik hörte oder vor dem Aquarium saß, leuchteten ihre Augen. Als Baby schlief sie bei Mozart oder Sade stets ruhig ein. Früh fing sie an, wunderschöne Bilder zu malen. Aus bunten Klecksen wurden bald farbenprächtige Blumen. Franzis Lieblingsbeschäftigungen waren allerdings "Kassetten hören" oder "Tierfilme anschauen". In der Schule konnte Franzi auch mit den anderen Mitschülerinnen oder Schülern mitleiden oder sich freuen, wenn diese schlechte bzw. gute Noten hatten. Einmal saß sie im Urlaub im Sand und schaute den Wellen zu. Plötzlich fing sie fürchterlich an zu schreien und zu weinen, weil eine Biene im Meer zu ertrinken drohte. Ihr Vater musste das Tier sofort retten, sonst hätte er keine ruhige Minute mehr gehabt. Eine Stunde später lachte Franzi laut los, als sie eine Geschichte vorgelesen bekam, in der ein Riese trotz seiner Größe fast ertrank. Solche Gefühlsausbrüche und -schwankungen kannte ihre Familie schon von ihr. Franzi merkte auch gleich, wenn es jemandem in ihrer Nähe schlecht ging, sie fragte dann jedes Mal: "Was hast du?", und litt manchmal mehr als der Betreffende selbst. Ihre Mutter sagte oft zu ihr: "Handle doch nicht immer aus dem Bauch heraus und überdenke die Sache zuvor", aber das Verarbeiten von vielen Eindrücken fällt ihr noch heute, als Erwachsene, so schwer wie damals als Kind. (Text von Christa Roller aus "Warum sind Kinder so verschieden", VAK-Verlag 2006)
"Insgesamt
verbrachte ich nach unserer Ankunft ungefähr zehn
Wochen in Beijing. Den Großteil der Zeit wurde ich von
politischen Begegnungen und Konferenzen in Anspruch
genommen, ganz zu schweigen von den zahllosen Banketten. Das
Essen bei diesen gewaltigen Anlässen war im allgemeinen
recht gut, auch wenn mich bei dem Gedanken an die hundert
Jahre alten Eier, die angeblich eine Delikatesse sein
sollten, noch immer schaudert. Ihr Geruch war
überwältigend. Er hing noch lange Zeit in der
Luft, so daß man nicht wußte, ob es der
Geschmack war, den man noch spürte, oder einfach der
Geruch. Die Sinne waren schlicht überfordert. Einige
europäische Käsesorten haben, wie ich feststellen
konnte, dieselbe Wirkung." "Wir
näherten uns dem Haus: Ich sah Mutter in weißen
Kleidern in der Türe stehen. Sie sah aus, als
würde sie gleich losfliegen, mir entgegen. Diesmal
täuschte ich mich nicht. Sie machte einen Satz und kam,
als sei sie nicht Mutter, sondern ein junges ruthenisches
Mädchen, auf mich zugerannt. Keine Sekunde verging, und
sie hielt mich in den Armen. Einen Moment lang waren wir
vereint, mitten im hohen Gras.
Wenn Ihnen etwas Ergänzendes zum Thema "Fühler" einfällt, schreiben Sie bitte an wewinkler@t-online.de Fühler = einer von drei möglichen Untertypen im Bereich "Tätigkeit" der Landkarte der Psychographie neben "Denkern" und "Machern"
Landkarte der Psychographie nach Werner Winkler
Stärke,
Bevorzugung:
Fühlen, Wahrnehmen
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